Aleister Crowley definierte Magie als die Kunst oder Wissenschaft, Ereignisse mit dem Willen des Magiers in Einklang zu bringen. Dieser Definition nach ist der Magier ständig auf der Suche seines höheren, göttlichen Selbsts. Wenn er es gefunden hat, wird er eine irdische Verkörperung Gottes und hat damit das Recht und die Macht, das Universum seinem Willen nach zu verändern. Dion Fortune definiert Magie als die Kunst, das eigene Bewußtsein nach Belieben zu verändern.
Für die meisten Magier und Hexen ist Magie die Energie, die dem Kosmos das Leben gibt. Als Magier, können Hexen diese Energie für ihre eigenen Zwecke benutzen, müssen aber verantwortungsvoll mit ihr umgehen. Wahre Magie ist ein harmonisches Zusammenleben mit dem Kosmos. Es bedarf dazu nicht unbedingt aufwendiger Rituale, in denen es nur so kracht.

Die Elemente der Magie

Hexen benutzen oft die magischen Elemente Erde, Wasser, Feuer und Luft. Sie können nicht auf der Periodentafel gefunden werden, denn ihre Natur ist spirituell, nicht chemisch. Ihr Symbolgehalt ist folgendermaßen.

Erde

  • Erde ist solide, dunkel, fruchtbar, reich und laaaangsam.

Wasser

  • Wasser ist tiefreichend, emotionell, visionär und beinflußbar.

Feuer

  • Feuer ist dramatisch, kreativ, kraftvoll und manchmal zerstörerisch.

Luft

  • Luft ist visionär, intellektuell, schnell und oft von kurzer Dauer.

Schwarze oder Weisse Magie?

Als erstes läßt sich sagen, daß Magie weder “schwarz” noch “weiß” ist. Die Hexe gibt ihr die Richtung! Mißbraucht man also Magie, um jemandem zu schaden, dann ist sie “schwarz”. Will man hingegen jemandem helfen mit Hilfe der Magie, dann ist sie halt “weiß”. Viele sind auch noch der Auffassung, daß die schwarze Magie angeblich stärker ist als die weiße Magie. Auch das stimmt nicht! Magie ist grundsätzlich nur so stark, wie der Wille, der Glaube und die Imaginationskraft einer Hexe. Diese drei Dinge sind nämlich die Säulen auf denen Magie steht – oder auch fällt! Zudem sollte wirklich jeder die Finger von diesen sogenannten “schwarzmagischen Praktiken” lassen! Denn jeder muß irgendwann auf diesem göttlichen Plan Rechenschaft ablegen für das, was er getan hat und tut.

So lauten die zwei wichtigsten Regeln der Magie

Alles, was Du aussendest, kehrt dreimal zu dir zurück!

…und das gilt sowohl für das Gute als auch für das Böse!

Tu was du willst, solange es niemandem schadet!

…und das gilt auch dahingehend, daß man sich nicht selbst schaden sollte!

Man kann jedoch die Magie in positive und negative einteilen. Diese richtet sich nach den Mondphasen. Positive Magie besteht aus magischen Handlungen und Ritualen, mit denen man etwas gewinnen oder erreichen möchte. Und die Zeit hierfür liegt in der Phase des zunehmenden Mondes. Bei der negativen Magie handlet es sich – im Gegensatz dazu – um Zauber, mit denen man Dinge verringern, verlieren oder loswerden möchte. Die Zeit hierfür liegt in der Phase des abnehmenden Mondes.

Beispiele für positive Magie
  • Wohlbefinden steigern
  • Erfolgsmagie
  • Liebesmagie
  • Glück
Beispiele für negative Magie:
  • Abnehmzauber
  • Schutzrituale
  • Abwehrzauber
  • Rachezauber

Magie und Ethik

Wer sich mit der Magie beschäftigt, der kommt früher oder später zu einer entscheidenden Frage: Ist es ethisch überhaupt vertretbar, sich eine Macht zunutze zu machen, die quasi ungeahnte Möglichkeiten bietet? Ist es richtig, in das “Schicksal” der Menschheit einzugreifen, es verändern zu wollen? Können wir überhaupt absehen, was für weitläufige Folgen unser Wirken haben kann? Sollte man folglich also nicht besser die Finger davon lassen?

Dies alles sind Fragen, die wohl jeder Mensch nur für sich selbst beantworten kann und muss. Entscheidend hierfür ist einzig und allein das eigene moralische Empfinden – Erziehung, kulturellerHintergrund und Religion spielen hierbei eine Rolle. Ich finde, dass wohl keiner seine persönliche Meinung, sein ethisch-moralisches Empfinden, zum Maßstab ALLER machen kann. Zu bedenken in diesem Zusammenhang ist jedoch auch, dass wir in unserem Leben, auch wenn wir uns nicht mit der Magie befassen, täglich Entscheidungen treffen und Dinge tun, die nicht nur unser Schicksal, sondern auch das vieler anderer beeinflussen. Unser Leben fordert Taten und Entscheidungen. Und wir bedienen uns sicherlich bewußt oder unbewußt vieler Hilfsmittel, um unsere Ziele zu erreichen. Wir mögen dies schlicht Psychologie oder gesunden Menschenverstand nennen, vielleicht wirken wir aber alle ein wenig Magie – unbewußt. Die Grenzen verschwimmen – es ist oft nur eine Definitionssache. .

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